Freitag, 26. Juli 2019

Stierkampf in der Camargue: Der Schutz des Tieres an erster Stelle

Zahlreiche Verletzungen der Raseteurs gegen Saisonende: Hier Lahcène Outarka.
Das umfängliche Regelwerk der Stierspiele dient vor allem dem Schutz der Tiere, so die maximal fünfzehn Minuten, die der Stier in der Arena verbringen darf: HIER im VIDEO. Die Raseteurs haben Einsätze von sechsmal 15 Minuten. Der Stier entscheidet, ob er rennt, angreift oder einfach eine Viertelstunde im Schatten verbringt, dies höchstens mit dem Risiko ausgepfiffen zu werden; häufiger sollte er das aber nicht tun, denn sonst könnte er auch im "Gardianne de Taureau" enden, einem Gulasch mit Camargue-Reis.

Gardianne am besten mit einem kräftigen Rotwein... Bild: WikiComm
Für die Stiere ist, selbst bei den kleinen Festen, der Tierarzt da, wie in Saint Chaptes vor zwei Jahren, als der Kampf unterbrochen wurde, als sich der Stier einen kleinen Riß unter dem Auge zuzog. Züchter und Tierarzt sahen sich die Wunde sorgfältig an und konnten dann die Raseteurs und die Zuschauer beruhigen. Raynausie von der Manade Chabalier durfte weitermachen und erwischte kurz darauf einen Raseteur mit seinem rechten Horn am Oberschenkel. Das schien nun weniger wichtig zu sein, unterbrochen wurde nicht und der Verletzte mußte bis zur Pause warten, bis der Tierarzt ihn schnell zum Menschendoktor fuhr.
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