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Markt immer donnerstags |
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Die alte Mühle von Corbès im Gardontal. Das Örtchen selbst, ein paar Häuser nur, liegt auf der Höhe. Der Weg dorthin lohnt sich. |
Heute nutzlos, aber noch in Betrieb |
Vorsorglich haben Sie sich ja auf dem Markt mit allem notwendigen eingedeckt: Baguette, Rosé (der im Fluß schön kühl bleibt), Tomaten, eine Wildschweinsalami, etwas Ziegenkäse. Zwei Gläser, bloß keine Plastikbecher!, und ein Laguiole-Messer (alles über das berühmte Messer hier), ganz wichtig eines mit Korkenzieher, haben Sie ja hoffentlich ohnehin immer im Auto. Wenn Sie zu den Männern gehören, die ihre Taschenmesser immer verlieren oder irgendwo liegenlassen, kaufen Sie sich gleich zwei oder drei im Zeitschriftenladen, da wo Sie dann in die Altstadt hochgehen.
Wenn Sie nur so, also ohne Picknick und Messer, unterwegs sind, bleibt die Empfehlung für das Restaurant "La Rocaille" direkt auf dem Marktplatz;hier ein 2-Minuten-VIDEO über den schnellsten Ober der Welt. Ob es dann danach noch zu einer auch noch so kleinen Wanderung kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Bleiben noch die bis zu Vasen zu erwähnen, die ein Töpfer namens Boisset im 16. Jahrhundert auf dem Markt in Beaucaire sah; allerdings gelang es ihm nicht, die Medici-Vase eins zu eins zu kopieren. So entstanden die Boisset-Vasen, die noch heute in Anduze hergestellt werden. Ludwig XIV. hat die Boisset-Originale, die immer wieder als Fälschungen angeboten werden, in zahlreichen Orangerien und Zitronengärten seiner Schlösser aufstellen lassen.
Viel mehr Anduze und den Cevennen in meinem Buch "Durch den Süden Frankreichs" (700 Seiten, über 1.000 Bilder), das ich gerne signiert und portofrei zusende. Mail an manfred.hammes@web.de
So bewertet die FAZ: Eine „profunde Kulturgeschichte, glänzend formuliert, prachtvoll bebildert und vom Verlag wunderschön ausgestattet…die vielleicht fundierteste Darstellung zu diesem Thema, ganz gewiss ist es die am besten geschriebene“.
Professor Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, lobt im MDR die „hochinteressante Mischung aus Literatur, Kunst und Kulinarik“, und Martin-Maria Schwarz im HR „eine akribische Neuerkundung“. Zusammenfassend die Badische Zeitung: „Ein reiseliterarisches Meisterwerk“ und der NDR: „Ein ganz außergewöhnliches Buch!“