Aber kennen? Das wäre selbst für fast jeden, der sagt, er kenne sich im Süden Frankreichs aus, zuviel gesagt. Er müßte dann vom Plage de Jai erzählen können, auf dem meterhoch die Muscheln liegen und was mit den Löwen auf dem Pont Flavien auf sich hat oder wie er vom Port de la Pointe in Berre gegen die Abendsonne in Richtung des Oppidum du Castellan geblickt hat… Also kennen doch eher nicht!
| Port de la Pointe in Berre |
| Der Norden im Südwesten |
| Die "Schafherde" des Monsieur Patefozz |
| Hier sind auch die empfehlenswerten Krimis von Cay Rademacher angesiedelt. |
Einen Tag (HIER im VIDEO)sollten Sie für den Étang de Berre Zeit nehmen und damit eine Reise durch die römische Geschichte und die negativen Auswirkungen von Industrialisierung und Zersiedlung bis zu den Oasen eines Brackwassermoores machen. Die mit durchschnittlich 8 Metern geringe Tiefe des Sees, des größten übrigens in Frankreich, bringt es mit sich, dass Sie auch Anfang November noch gut dort baden können – bei Temperaturen, wie die Nordsee sie nicht einmal im Sommer erreicht. Ein Bad im Étang war nicht immer empfehlenswert, wie im VIDEO von Stevan Jobert zu sehen: Über Jahrzehnte, genau 37 Jahre war der Fischfang verboten, ebenso wie das Sammeln von Muscheln. Und unterhalb von fünf Metern gab es keine Leben mehr. Das hat sich erfreulicherweise gebessert, allerdings viel Wasser schlucken sollten Sie beim Schwimmen auch heute noch nicht.
| Étang de Berre römisch: Pont Flavien in einem Lavendelfeld südlich von Saint-Chamas |
| Ein „aufgehängter“ Brochette de Fruits de Mer und Gambas, die sich so nennen dürfen, aus der Küche des La Digue in Saint-Chamas |
| Am besten versuchen Sie immer möglichst nahe am Wasser zu fahren. Ein verbummelter Tag mit vielen Eindrücken. |








