Mittwoch, 1. April 2026

Mathilde de Boncourt und Liliane Fontaine lösen verzwickte Fälle

Die vier letzten Bände der Reihe

Liliane Fontaine vor der Arena in Nîmes - nicht weit vom Palais de Justice

Bevor wir auf das Jubiläum, nämlich den zehnten Band der Reihe um die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt und ihren Polizeikommandanten Rachid anstoßen, ist noch über Band 9 zu berichten. Liliane Fontaine, die immer wieder mehrere Wochen des Jahres in den Cevennenausläufern nördlich von Nîmes verbringt, ist auch mit diesem Band wieder durch und durch in ihrem südfranzösischen Element. Eine vielschichtige und spannende Lektüre, die das Lokalkolorit einfühlsam wiedergibt. 

Die Richterin ermittelt auf Bitten eines mit ihr befreundeten Klerikers im fiktiven Kloster von Sainte-Agathe-Lys in den Pyrenäen. Marienerscheinungen könnten das Örtchen zu einem zweiten Lourdes machen. 

Das Kloster von Sainte-Agathe-Lys nach der Renovierung
 

So jedenfalls die Befürchtungen der Bürgermeisterin Céline Ayma, des mit ihr befreundeten örtlichen Bauunternehmers und eines Investors aus dem Land der Cowboys. Die drei würden den Aufschwung lieber über den Bau eines Golf-Ressorts sicherstellen, als über wundersame Begegnungen mit einer himmelblauen Frau. Dummerweise liegt das Kloster mitten im vorgesehenen Gelände. Als der Abriß einer Scheune des Klosters beginnen soll, findet sich darin ein offensichtlich älteres Skelett. Abgesandte des Papstes sind schon unterwegs und sollen vor die rätselhafte Vorgänge untersuchen. Während Mathilde dem Geheimnis nachgeht, wird in Nîmes die Journalistin Yvette Vaudemont ermordet, die sich heimlich ins Kloster eingeschlichen hatte und über die mysteriösen Erscheinungen berichten wollte. 

Dieser Artikel konnte jedoch nicht mehr im Midi Libre erscheinen. Statt dessen findet sich ein in Form und Inhalt sehr seltsames Geständnis, das kaum von der Journalistin stammen konnte. Ohne zuviel zu verraten, kann immerhin gesagt werden, daß der Golfplatz an anderer Stelle gebaut werden muß und die Nonnen mit dem Verkauf von sehr teurem gesegnetem Wasser sogar das Geld für die Renovierung der Dorfkirche verdienen werden.

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