Donnerstag, 23. April 2026

Saint Felix-de-Montceau: Ruhe und Überblick

Die Ruine heute mit Blick auf die Austernbänke des Etang de Thau und als Rekonstruktion

 
Da war mein Vertrauen in den „Grünen Michelinführer“ mal wieder grenzenlos, aber gerechtfertigt. Wenn man von Sète kommend zur Abtei von Saint-Felix-de-Montceau möchte, solle man einfach in Gigean bei einem handgemalten grünen Holzschild nach rechts abbiegen, hieß es, und dann solange dieser schmalen Straße folgen, bis es nicht mehr weiter gehe. Das verwitterte Schild war im März 2026 leicht zu finden, die Abtei auch; die Michelin-Ausgabe stammte aus dem Jahr 1957.
Wenig hat sich verändert seit dem 19. Jahrhundert: Der gotische Chor steht noch.

Im elften Jahrhundert wurde die Abtei von Benediktinern gegründet, auf der einen Seite die Via domitia, auf der anderen der Ètang de Thau und das Mittelmeer. Die Zisterzienser, die die Abtei wenig später übernahmen mußten ausgesprochen fröhlich sein mit der geografischen Lage oben auf den Höhen des Gardiole, denn ihre Ordensregel sah so exponierte Lagen nicht vor. 

Hier ließ es sich leben! Auch wenn die Mönche, im Gegensatz zu uns, kaum zum Mittagessen ins OASIS DU PÊCHEUR in Bouzigues gefahren sind. Leicht zu finden: Ganz im Westen am Strand des Etang de Thau. Oder, wer sich das ohne Navi nicht zutraut: Avenue Louis Tudesq. Und unbedingt reservieren:0033 467783175.

Viel mehr in meinem Buch "Durch den Süden Frankreichs". Signierte Exemplare von manfred.hammes@web.de

                                                Aus den Rezensionen:




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