Samstag, 6. August 2016

Van Gogh Bild als Geschenk abgelehnt

Van Gogh in Arles heute überall präsent; hier in der neuen Fondation...


Mehr als zweihundert Bilder und Zeichnungen hat van Gogh während seiner Zeit in Arles und Saint-Rémy-de-Provence angefertigt. Keines befindet sich mehr in Arles. Vincent hat zu Lebzeiten außer dem „Roten Weinberg“ nicht ein einziges Bild verkauft. Selbst diejenigen, die er portraitiert hatte, wollten die Bilder meist nicht einmal geschenkt haben.

...und hier an einer Hauswand Nähe Amphitheater...

Mit viel Überredungskunst war es Vincent gelungen, dem Arzt Felix Rey, der ihn in der Heilanstalt von Saint Rémy behandelte, ein Bild zu schenken. Lange hatte sich der Doktor gesträubt, hatte es absichtlich in der Anstalt vergessen; Vincent mußte regelrecht aufdringlich werden, bis Rey das Bild mit nachhause nahm.
...und hier in der alten Fondation.
Anfang des letzten Jahrhunderts wurde es wiedergefunden, als van Goghs Werke wertvoller wurden und Kunsthändler seine noch lebenden Kontaktpersonen in Arles und Saint Rémy aufsuchten, um ihnen die Bilder für wenig bis gar kein Geld abzuschwatzen. Die Tochter des Arztes verschenkte dieses Bild. Ihr Vater hatte es lediglich dazu benutzt, die Rückseite seines Kaninchenstalles notdürftig zu reparieren.

Jack Kerouac hatte Ende der fünfziger Jahre mehr Verständnis für van Gogh. Als er mit dem Bus von Aix über Arles nach Avignon fuhr, die Franzosen nahmen damals Tramper nicht besonders gerne mit, sah der
kanadische Autor

„die ruhelosen Bäume van Goghs im starken Mistral, die heftig schwankenden Zypressenreihen, gelbe Tulpen in Fensterkästen und die goldene Sonne. - Ich sah, verstand van Gogh.“
Zwischen Arles und Aix.                                             Bild Pixabay cc
 

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