| Daudet nachdenklich im Brunnen |
| Die Briefe aus seiner Mühle hat er dort nie geschrieben |
„Oh Politik, wie ich dich hasse! Unter deinen verschiedenen Kleidern immer dieselbe Verruchtheit; du trennst edle Herzen, die füreinander geschaffen wären, du einst Leute, die getrennt bleiben müssten, du machst den Edlen duldsam für den Schurken, wenn er nur seiner Partei zugehört. Du bist die Korruption des Gewissens, du machst die Lüge zur Gewohnheit, du machst die Menschen gleichgültig gegen die schönen Dinge.“
| Das Amphiteater von Nîmes: Ringkämpfe (li) und Oper (re) im 19. Jahrhundert |
Als Jean-Jacques Rousseau um 1740 die Arena besuchen wollte, waren, ebenso wie in Arles, die Arkaden und der Innenraum zugebaut:
„Dieses weitläufige und prächtige Amphitheater ist von häßlichen kleinen Häusern umgeben, und andere kleinere und noch häßlichere Häuser füllen seine Arena, so daß das Ganze einen ungleichartigen und verworrenen Eindruck macht, bei dem Ärger und Entrüstung Genuß und Überraschung ersticken."
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| Die Arenen von Arles (hier im Stich von Peyret) und Nîmes als kleine mittelalterliche Städte |
Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau - Literat, Weltenbummler und „Gartenfürst“ - berichtet 1834 von einem Besuch, bei dem alles schon ganz anders aussah:
„Das Amphitheater, welches hunderte angebaute Hütten von außen und innen kaum entdecken ließen, steht jetzt frei und teilweise restauriert."Liebend gerne hätte er sich in Nîmes im großen Stil landschaftsgärtnerisch betätigt, so wie im Bois de Boulogne, den er für Napoleon III. umgestaltete.
| Für manch eine ist Nîmes nur Schuh-Einkaufs-Stadt |
| Letztlich ein zufriedenstellendes Ergebnis eines Kulturspaziergangs durch Nîmes |
Viel mehr zu Nîmes und dem Midi in meinem Buch "Durch den Süden Frankreichs" (700 Seiten, über 1.000 Bilder), das ich gerne signiert und portofrei zusende.
So bewertet die FAZ: Eine „profunde Kulturgeschichte, glänzend formuliert, prachtvoll bebildert und vom Verlag wunderschön ausgestattet…die vielleicht fundierteste Darstellung zu diesem Thema, ganz gewiss ist es die am besten geschriebene“.
Professor Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, lobt im MDR die „hochinteressante Mischung aus Literatur, Kunst und Kulinarik“, und Martin-Maria Schwarz im HR „eine akribische Neuerkundung“. Zusammenfassend die Badische Zeitung: „Ein reiseliterarisches Meisterwerk“ und der NDR: „Ein ganz außergewöhnliches Buch!“























